Samstag | 19.11.2011 | 14:30 Uhr

FSV Fernwald - FSC Lohfelden 2:1

20.11.2011 | jg

FSV landet gegen Lohfelden

endlich den nächsten Sieg

Die Durststrecke hat ein Ende, nach sieben sieglosen Spielen in Serie konnte der FSV am Samstag in der ersten Begegnung der Rückrunde endlich den nächsten Dreier landen. Gegen den FSC Lohfelden ging unsere Elf schon in der siebten Minute durch Solak in Führung. Nach der Pause erhöhte Bodnar auf 2:0 (67.). Sechs Minuten vor dem Ende wurde es allerdings nochmal spannend als Huneck einen Foulelfmeter zum 2:1-Aschlusstreffer verwandelte, was letztlich aber auch den Endstand bedeutete. In der Tabelle klettert unser Verein um zwei Positionen auf Rang acht, flankiert von den punktgleichen OFC II (7.) und Vellmar (9.).

21.11.2011 | Gießener Allgemeine | jg

Mit Einsatz zurück in die Erfolgsspur

(se) Endlich wieder ein Sieg für die Hessenliga-Fußballer des FSV Fernwald, die mit dem 2:1 (1:0) über den FSC Lohfelden ihre Negativserie von sieben sieglosen Spielen beendeten und zum Rückrundenauftakt in die Erfolgsspur zurückgefunden haben.

Trainer Daniyel Bulut hatte reagiert und einige Änderungen vorgenommen. So spielte der FSV am Samstag ein (fast) lupenreines 4-4-2-System mit den beiden schnellen und trickreichen Spitzen Sven Ehser und Erdinc Solak. Für Dennis Schlecht rückte Daniel Erben in die Anfangsformation, der die rechte Außenbahn »beackerte«. Außerdem wurde die Partie auch auf Wunsch der Mannschaft auf dem engen Kunstrasenplatz ausgetragen, sehr zum Unwillen einiger Zuschauer. »Wir trainieren darauf seit fast zehn Wochen«, erläuterte Daniyel Bulut, der sich wie seine Spieler einen Vorteil von dieser Entscheidung versprach. Das Ergebnis gibt ihm recht.

Lohfeldens Trainer Carsten Lakies nahm’s mit Humor, sah darin aber keinen Vorteil für die Fernwälder: »Wir trainieren ja auch auf Kunstrasen«, machte er die Niederlage seiner Mannschaft nicht am Untergrund fest.

Das 2:0 für den FSV Fernwald.Vor dem Lohfeldener Schlussmann Norman Stollberg (l.) kommt Michael Bodnar (3) an den Ball und befördert ihn ins leere Tor. (Foto: ras) Das 2:0 für den FSV Fernwald.Vor dem Lohfeldener Schlussmann Norman Stollberg (l.) kommt Michael Bodnar (3) an den Ball und befördert ihn ins leere Tor. (Foto: ras)

Fußball für Feinschmecker ließ der Platz allerdings nur selten zu. Dafür waren die Räume zu eng. Allzu oft verzettelten sich beide Mannschaften im Klein-Klein-Spiel. Aber die Fernwälder haben es dann auch immer wieder verstanden, mit befreienden und weiten Pässen die eigenen Angreifer in Szene zu setzen. Der FSV hatte jedenfalls ein deutliches Plus an klaren Chancen.

 Die erste nennenswerte Möglichkeit allerdings besaßen die Gäste, als Erwin Glogic eine Flanke auf FSC-Torjäger Rene Huneck zirkelte, der mit seinem Kopfball am prächtig reagierenden Keeper Sven Schmitt scheiterte. Kein Auftakt nach Maß für den FSV, der den Lohfeldenern in der Folgezeit eine Chance dieser Qualität nicht mehr erlaubte und nur zwei Minuten später zum Führungstreffer kam. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld steckte Michael Sofinski den Ball zu Erdinc Solak durch, der lief den gegnerischen Abwehrspielern einfach davon und schob den Ball an FSC-Torhüter vorbei zu 1:0-Führung ins Netz. Ein in Vorbereitung und Ausführung sehenswerter Treffer, der dem Spiel des FSV Sicherheit verlieh. So hatte Michael Sofinski nach Zuspiel von Ehser eine Chance, verfehlte aber das Tor. In der 17. Minute wurde Ehser durch Vyacheslav Petrukhin unsanft vom Ball getrennt. In der 19. Minute spielte Dominik Völk Erdinc Solak frei, der aber diesmal in Lohfeldens Torhüter Norman Stollberg seinen Meister fand. Wenig später steckte Solak das Leder zu Ehser durch, dessen Schuss aus kurzer Distanz von Stollberg abgewehrt wurde. In der 22. Minute schien der Ausgleich fällig, doch mit einer tollen Parade holte Sven Schmitt einen 20-Meter-Schuss von Kamil Cichy aus dem Torgiebel. Die letzten Minuten des ersten Durchgangs gehörten dem FSV, doch Julian Simon setzte den Ball aus kurzer Distanz über das Tor (43.). Eine Minute später hatte Ehser den FSC-Keeper bereits ausgespielt, verfehlte mit seinem Schuss aus spitzem Winkel aber das verwaiste Tor.

DEN TREFFER von Michael Bodnar (2. von links) zum 2:0 gegen den FSC Lohfelden bejubeln die Spieler des FSV Fernwald um Kapitän Dominik Völk (rechts). (Foto: ras) DEN TREFFER von Michael Bodnar (2. von links) zum 2:0 gegen den FSC Lohfelden bejubeln die Spieler des FSV Fernwald um Kapitän Dominik Völk (rechts). (Foto: ras)

Im zweiten Durchgang dominierte der Gast aus Nordhessen das Spiel, ohne es zu kontrollieren. Das 2:0 fiel dann durch einen Abwehrspieler. Michael Bodnar hatte sich nach der Balleroberung sofort in Richtung Lohfeldener Tor aufgemacht, der Pass von Völk kam punktgenau in den Lauf Bodnars, der den Ball aus 25 Metern an dem aus seinem Tor eilenden Gästekeeper vorbeispitzelte. »Ich war mir bei dem Tor hundertprozentig sicher«, berichtete der Torschütze hinterher und ergänzte, dass der Wille den Ausschlag gegeben habe. Und dem war in dieser Situation kein Lohfeldener gewachsen. Bodnar und seine Neben- bzw. Vorderleute standen in den verbleibenden fast 25 Minuten immer wieder im Blickpunkt. Allerdings besaß der FSV weitere gute Chancen; so hatte Sven Ehser in der 74. Minute mit einem Pfostentreffer Pech, derselbe Akteur verpasste wenig später eine sehr scharfe Hereingabe von Erdinc Solak. In der 87. Minuten kamen die Lohfeldener durch einen von Rene Huneck verwandelten Foulfmeter zum Anschlusstreffer. Zuvor waren bei einem Zweikampf zwischen Kian Golafra und Erwin Glogic beide Akteure zu Boden gegangen, wobei selbst der Gästetrainer keine regelwidrige Aktion (»kann man laufen lassen«) ausgemacht hatte. In den verbleibenden sieben Minuten hatten die Hausherren alles im Griff und wehrten die ungestümen, aber wenig durchdachten FSC-Angriffe mühelos ab

»Wir wollten das Kampfspiel haben«, stellte hinterher Julian Simon fest. In der Vorrunde hatte der FSV Fernwald die Lohfeldener spielerisch auseinandergenommen, diesmal war der Erfolg Produkt des Einsatzwillens aller Spieler. »Wir sind alle erleichtert«, freute sich hinterher Daniyel Bulut. Es war eben weniger wichtig, wie der Erfolg zustandegekommen ist; es zählt nur, dass die drei Punkte geholt wurden.

 FSV Fernwald: Schmitt – Erben, Schadeberg, Bodnar, Gouri – Sofinski (ab 92. Schlecht), Golafra, Völk, Julian Simon (ab 81. Buß) – Ehser (ab 87. Marankoz), Solak.

 FSC Lohfelden: Stollberg – Cichy, Klukin, Petrukhin, Brandner – Glogic, Malinov, Bravo-Sanchez, Wörner – Mielenhausen, Huneck.

 Im Stenogramm: Schiedsrichter: Wiatrek (Witzenhausen). – Zuschauer: 120. – Torfolge: 1:0 (7.) Solak, 2:0 (70.) Bodnar, 2:1 (87.) Huneck (Foulelfmeter).

21.11.2011 | Gießener Anzeiger | jg

Tore von Bodnar und Solak beenden Negativserie
Fernwald gewinnt Heimspiel gegen Lohfelden - Abwehrchef mit tollem Sololauf

Von Benni Gössl FERNWALD. Erleichtert. Damit ist der Gemütszustand, in dem sich Daniyel Bulut nach dem ersten Spiel der Rückrunde der Hessenliga befand, wohl am besten zu beschreiben. Nach sieben sieglosen Partien konnte der FSV Fernwald endlich wieder einen Dreier einfahren. Auf dem heimischen Kunstrasen in Steinbach besiegte die Bulut-Elf den FSC Lohfelden nach arbeitsreichen 90 Minuten mit 2:1 (1:0). „Wir haben richtig gefightet und wussten um die Offensivstärken von Lohfelden, die ja den drittbesten Angriff in der Liga haben“, bilanzierte Bulut.

Der Fernwälder Übungsleiter hatte auf die lange Durststrecke reagiert und ließ Michael Sofinski, Daniel Erben und Julian Simon in die erste Elf rotieren. Gleichwohl mussten die Gastgeber nach drei Minuten das erste Mal zittern. Lohfelden begann forsch und kam über den Flügel zur ersten Chance, allerdings verpasste der FSC-Torjäger Rene Huneck mit seinem Kopfball die Führung, weil Fernwalds Schlussmann Sven Schmitt hellwach reagierte. „Das Ding muss sitzen“, ärgerte sich Gästetrainer Carsten Lakies über die verpasste Möglichkeit. Die auf eine kompakte Defensive setzenden Hausherren erarbeiteten sich danach einige gute Gelegenheiten, versuchten zu kombinieren, wobei den Bulut-Schützlingen in einigen Aktionen sichtlich die letzte Sicherheit fehlte.

Dennoch schafften die Mittelhessen rasch den ersten Schritt zum Erfolg. Nach sieben Minuten kam der Pass von Michael Sofinski direkt durch die Schnittstelle der Lohfeldener Defensive. Erdinc Solak nahm den Ball auf und ließ dem FSC-Schlussmann Norman Stollberg im Eins-gegen-Eins keine Abwehrchance und netzte zum 1:0 ein. Nach dem Führungstreffer erspielten sich beide Teams weitere Chancen. Die Gäste hatten mehr Ballbesitz, während Fernwald auf Konter setzte und gefährlich blieb. „Die Jungs haben das richtig konzentriert runter gespielt und sich gute Gelegenheiten herausgearbeitet“, sagte Bulut. So etwa in der 16. Minute, als Julian Simon per Kopf verlängerte, aber Solak am Pfosten vorbei schoss. Auch wenig später vergab der FSV-Stürmer aus aussichtsreicher Position. Auf der Gegenseite versuchte sich Lohfelden über Kombinationen dem gegnerischen Strafraum anzunähern, erzeugte aber meist nur Gefahr durch Distanzschüsse. In der 23. Minute musste Schmitt sein ganzes Können aufbieten, angelte den Schuss von Kamil Cichy aber aus dem Winkel. Kurz vor dem Seitenwechsel intensivierten die Platzherren noch einmal ihrer Bemühungen. 60 Sekunden vor dem Pausenpfiff lief Julian Simon alleine auf Stollberg zu, verzog aber. Kurz darauf war Sven Ehser schon am Lohfeldener Keeper vorbei, kam aber zu weit ab und setzte den Ball am Gehäuse vorbei. „Bis zur Halbzeit mussten wir eigentlich ein Ding mehr machen“, bemängelte Bulut die Torausbeute. Im zweiten Durchgang agierte Fernwald noch einen Tick defensiver. „Wir wollten noch kompakter stehen und Nadelstiche setzen“, so der FSV-Coach zu seiner taktischen Marschroute. Und die ging vorerst auf. Die Gäste taten sich schwer, wieder in Schwung zu kommen, bissen sich an der dicht gestaffelten Hintermannschaft die Zähne aus. Die Gastgeber selbst blieben bis auf wenige Szenen in der Offensive aber genauso harmlos. FSV-Abwehrorganisator Michael Bodnar übernahm in der 69. Minute Verantwortung und startete einen energischen Sololauf, den er in der eigenen Hälfte begann. Mit ordentlich Dampf preschte er durch das Mittelfeld, spitzelte den Ball am herauseilenden Stollberg vorbei und vollendete zum 2:0 für seine Farben. Dieser Treffer rang sogar Gästetrainer Lakies ein Lob ab: „Das war sensationell.“ Und die Gastgeber hätten sogar noch erhöhen können: Ehser knalllte nach Zuspiel von Simon das Leder an den Pfosten (74.), fünf Minuten später vergab er aus zwei Metern. Nachdem FSV-Torwart Schmitt nach einem Freistoß parierte, sorgte eine strittige Elfmeterentscheidung noch einmal für Spannung. Der ansonsten blasse Huneck verwandelte sicher zum 1:2 (82.), die Schlussoffensive der Gäste brachte aber nichts mehr ein.

FSV Fernwald: Schmitt; Bodnar, Schadeberg, Golafra, Völk, Ehser (89. Marankoz), Solak, Sofinski (90. Schlecht), Erben, Gouri, J. Simon (81. Buss).

FSC Lohfelden: Stollberg; Cichy, Glogic, Klukin, Wörner, Brandner, Malinov, Mielenhausen, Bravo-Sanchez, Petrukhin, Huneck.

Tore: 1:0 (7.) Solak, 2:0 (71.) Bodnar, 2:1 (FE/82.) Huneck. - Schiedsricher: Wiatrek (Witzenhausen). - Zuschauer: 120.