Samstag | 27.08.2011 | 15:00 Uhr
FSV1926 - TGM SV Jügesheim 2:2

28.08.2011 | jg
FSV erkämpft 2:2-Unentschieden
gegen Aufsteiger Jügesheim
Nach der ersten Saisonniederlage am Dienstag in Offenbach war unsere Elf an diesem Wochenende auf Wiedergutmachung aus. Am Samstag empfingen wir mit Jügesheim einen Aufsteiger, der bisher ebenfalls überzeugen konnte. Der TGM SV hatte vor dem Anpfiff nur einen Zähler weniger als unsere Mannschaft auf dem Konto. Und so traten auch die Gäste mit breiter Brust auf und gingen schließlich mit 2:0 in Führung. Der FSV steckte jedoch nicht auf und erkämpfte sich noch den 2:2-Ausgleich und damit einen weiteren Zähler mit der dritte Rang in der Tabelle verteidigt werden konnte.
27.08.2011 | oh
Video vom Spiel
27.08.2011 | oh
Bilder vom Spiel
29.08.2011 | Gießener Anzeiger | jg
Julian Buß belohnt FSV für Leistungssteigerung
Joker sticht - Fernwald lange mit Problemen gegen Neuling - Schwache 90 Minuten
FERNWALD Von Jan Hillgärtner. Eigentlich waren die Akteure des FSV Fernwald nach der Partie allesamt ganz zufrieden. Die Spieler klatschten sich ab und die Miene von Trainer Daniyel Bulut entspannte
sich nach dem Schlusspfiff merklich. Bemerkenswert war dies insofern, als sein Team im Hessenliga-Spiel gegen Aufsteiger TGM/SV Jügesheim seiner Favoritenrolle alles andere als gerecht werden konnte
und 75 Minuten lang wie der sichere Verlierer aussah.
Am Ende überwog aber wohl die Freude, dass man trotz eines über weite Strecken sehr schwachen Spiels doch noch einen Punkt holen konnte.Julian Buß war dabei der Held des Spiels, der nach seiner
Einwechslung mit zwei späten Toren wenigstens einen Punkt sicherte.
Hat gegen die kompakt stehenden Gäste einen schweren Stand: Ahmet Marankoz (links). Foto: Ben
Bulut musste vor dem Spiel die Abwehr umstellen, für den erkrankten Christopher Schadeberg rückte Moritz Brückmann in die Innenverteidigung. Beide Teams begannen sehr zurückhaltend und riskierten
nicht viel. Die Gäste versuchten, den Spielaufbau der Platzherren zu stören, indem sie bereits die beiden Verteidiger bei Ballbesitz unter Druck setzten. Diese Taktik ging auf, der FSV hatte große
Probleme beim Spielaufbau und wirkte unkonzentriert. Da der Aufsteiger seinerseits aber auch keinerlei Durchschlagskraft im Offensivspiel zeigte, war das Spiel im ersten Abschnitt sehr zerfahren, von
ständig wechselndem Ballbesitz geprägt und für die Zuschauer nicht sehr attraktiv. Es dauerte bis zur 25. Minute, ehe die eine nennenswerte Torgelegenheit zu verzeichnen war. Bezeichnenderweise
entsprang sie einer Einzelaktion von Ahmet Marankoz, der Gäste-Keeper Stefan Jordanic mit einem Flachschuss erstmals ernsthaft prüfte. Ansonsten tat sich nicht viel in Fernwald, die beiden defensiven
Mittelfeldakteure Kian Golafra und Julian Simon waren nicht in der Lage, Impulse nach vorne zu setzen, die gesamte Offensivabteilung der Platzherren wurde durch geschicktes Zustellen der Gäste zu
ständigen Ballverlusten gezwungen.
Alles lief also auf ein Unentschieden zur Pause hinaus, wäre da nicht ein Augenblick der Unachtsamkeit in der Fernwalder Hintermannschaft gewesen. Nach einer geklärten Situation kam der Ex-Profi in
Reihen der Jügesheimer, Christopher Reinhard, doch noch zu einer zweiten Flanke, die der völlig frei stehende Marco Christophori aus drei Metern nur noch einzunicken brauchte. Zwar war dies die erste
gute Gelegenheit der Gäste, aufgrund deren konsequenter Spielweise war die Führung jedoch nicht gänzlich unverdient.
In Durchgang zwei bot sich zunächst ein ganz ähnliches Bild. Nicht nur im Spiel nach vorne, auch in der Rückwärtsbewegung zeigte die Bulut-Elf ungewohnte Schwächen. So nutzte Jügesheim in der 59.
Minute einen vermeintlich ungefährlichen Freistoß, um die gesamte Hintermannschaft des FSV zu überrumpeln. Ein Lupfer über die Abwehr, Gäste-Stürmer Khalibar Amani stand alleine vor Torhüter Sven
Schmitt und hatte keine Mühe zum 0:2 einzuschießen. Fernwald wirkte jetzt konsterniert, Bulut wechselte mit Golafra und Simon das defensive Mittelfeld aus und versuchte, mit Julian Buß, der nach
seiner OP im Sommer noch immer nicht hundertprozent fit ist, sowie mit Kevin Buycks Akzente zu setzen. Als die Hoffnung auf Besserung schon langsam zu schwinden schien, traf eben der eingewechselte
Buß. Eigentlich als scharf getretene Freistoß-Flanke gedacht, flog der Ball an Freund und Feind vorbei und landete im Netz. Nun rappelte sich der FSV auf und mobilisierte nicht mehr vorhanden
geglaubte Kräfte. In der Folge scheiterten Sven Ehser und Dominik Völk an Torwart Jordanic bzw. der Latte. Wiederum war es Daniel Buß, der es besser machte. Mit einem flachen Schuss ins linke
Torwart-Eck überwand er Jordanic, der etwas unglücklich aussah, als er den Ball unter seinem Köper hindurch ins Tor rutschen ließ. Die Bulut-Elf warf jetzt noch einmal alles nach vorne und zeigte nun
das, was 75 Minuten lang nicht zu sehen war: Kombinationen, Dynamik und Zweikampfstärke. Ein Treffer gelang ihnen jedoch nicht mehr, so blieb es beim glücklichen Punktgewinn.
Gäste Coach Lars Schmitt, auch ein Ex-Bundesliga-Profi, zeigte sich aufgrund des Spielverlaufes auch dementsprechend enttäuscht über die späten Gegentore und resümmierte: „Zehn unglückliche Minuten
waren entscheidend“. Daniyel Bulut war mit seiner Mannschaft nachsichtig und betonte vor allem die Stärken des Gegners, die eine bessere Leistung verhindert hätten. Zufrieden war der Coach mit der
späten Reaktion seines Teams und sprach aufgrund des Spielverlaufes von einem „Punktgewinn“. Die zufriedene Miene nach Schlusspfiff bestätigte diese Einschätzung.
FSV Fernwald: Schmitt - Gouri, Bodnar, Brückmann, Schlecht - Golafra (70. Buycks), Simon (56. Buß), Völk, Ehser, Solak - Marankoz
TGM/SV Jügesheim: Jordanic - Kohl, Piarulli, Krist, Haberkorn - Knecht, Demirtas, Oeztas (87. Grundler), Reinhard - Christophori (65. Oezdemir, 89. Incesu), Amani.
Tore: 0:1 (39.) Christophori, 0:2 (59.) Amani, 1:2 (77.) Buß, 2:2 (83.) Buß. - Schiedsrichter: Wlodarczak (Bebra). - Gelbe Karten: Krist, Haberkorn, Piarulli. - Zuschauer: 200.
