Samstag | 08.10.2011 | 15:00 Uhr
FSV Fernwald - KSV Baunatal 0:1

18.10.2011 | oh
FSV verliert Heimspiel gegen Baunatal
Der FSV 1926 Fernwald hat sein Heimspiel gegen den KSV Baunatal mit 0:1 verloren. Der Siegtreffer für den KSV Baunatal fiel in der zweiten Hälfte im direkten Gegenzug nach einem Abseitstor
von Marankoz.
10.10.2011 | Gießener Allgemeine | jg
Fernwald kassiert erste Heimniederlage
(kus) Der Frust hielt sich in Grenzen. Natürlich waren die Hessenliga-Fußballer des FSV Fernwald und ihre Anhänger enttäuscht, doch die Akteure ließen die Köpfe nach der 0:1 (0:0)-Niederlage im Verfolgerduell gegen den KSV Baunatal nur kurz hängen.
Sie waren in einem spannenden, aber nicht hochklassigen Duell gegen die Nordhessen keinesfalls das schlechtere Team gewesen. Eher das unglücklichere. »Ich denke, dass wir einen Punkt verdient gehabt hätten«, stellte hinterher FSV-Trainer Daniyel Bulut fest und lag damit sicher richtig. Doch das änderte nichts daran, dass die Steinbacher durch ein Tor von Jaroslaw Matys in der 71. Minute die erste Heimniederlage in dieser Saison hinnehmen und dem KSV so den zweiten Tabellenplatz überlassen mussten.
IM VERFOLGERDUELL DER HESSENLIGA kassiert der FSV Fernwald gegen den KSV Baunatal eine 0:1-Heimniederlage. Hier kämpft der Steinbacher Julian Buß (l.) mit Sebastian Schmeer um den Ball. (Foto: Friedrich)
Dabei hatten die Fernwälder über weite Strecken der Begegnung leichte Vorteile, sie waren in ihren Aktionen aber diesmal nicht zwingend genug. Zu selten kamen sie über die Flügel, zu oft war der entscheidende Pass in die Spitze zu ungenau. »Der letzte Schuss, der letzte Wille zum Tor hat uns gefehlt«, sagte Bulut, dessen Team erst zum zweiten Mal in dieser Runde einen Bezwinger gefunden hat, mit Rang drei aber weiter glänzend platziert ist. Das erkennen auch die Zuschauer an, von denen es für die FSV-Kicker meist anerkennende Worte gab. Viele erinnern sich noch an den letzten Herbst. Vor ziemlich genau einem Jahr trafen beide Teams in Steinbach aufeinander, damals allerdings unter ganz anderen Vorzeichen: Während Baunatal auch damals vorne mitmischte, wartete der FSV im Oktober 2010 immer noch auf den ersten Sieg. Am Ende hieß es damals übrigens 1:1, und das wäre auch am Samstag ein durchaus gerechtes Ergebnis gewesen.
Die Fernwälder hatten gut in die Begegnung gefunden und von Beginn an die Initiative ergriffen. Die ambitionierten Baunataler agierten zunächst überraschend defensiv und ließen die Hausherren schalten und walten. Allerdings waren deren Offensivbemühungen meist etwas einfallslos. Viel zu oft wurden die Bälle aus dem Halbfeld vor das Tor geschlagen und wurden dort vom KSV geklärt. Dennoch hatten die Steinbacher nach 14 Minuten den Torschrei auf den Lippen, als sich Kian Marius Golafra nach einem Eckstoß nach oben schraubte. Sein wuchtiger Kopfball wurde allerdings auf der Linie auf Daniel Borgardt geklärt. Es war die beste Chance in der gesamten ersten Hälfte, wenngleich auf der anderen Seite FSV-Torhüter Sven Schmitt auch einmal ernsthaft geprüft wurde. Den ersten sehenswert vorgetragenen Angriff des KSV schloss Mirko Tanjic mit einem gefährlichen Fallrückzieher ab (35.).
Die zweite Halbzeit begannen die Baunataler aber deutlich druckvoller, und innerhalb von vier Minuten hätte Matys mit einer Direktabnahme (47.) und mit einem Kopfball aus kurzer Distanz (51.) den KSV in Führung bringen können, ja müssen. Doch die Steinbacher überstanden diese Phase unbeschadet und gestalteten nach rund 70 Minuten die Begegnung wieder ausgeglichen. Mit der Einwechslung von Ahmet Marankoz, der wegen muskulärer Problem zunächst nur auf der Bank gesessen hatte, kam mehr Schwung in den Angriff. Nach einem schön vorgetragenen Konter suchte Julian Buß alleine vor KSV-Keeper Yannik Grützner nicht den Abschluss, sondern noch einmal Marankoz, dessen Tor aber wegen einer Abseitsstellung keine Anerkennung fand. »Das war eine Hundertprozentige. So ein Ding musst du machen. Gegen solche starke Mannschaften bekommt man nicht so viele gute Möglichkeiten«, ärgerte sich Bulut, dessen Truppe im Gegenzug das entscheidende Tor kassierte. Ein Flachschuss von KSV-Spielertrainer Tobias Nebe hätte Schmitt wohl nicht für allzu große Probleme gestellt – allerdings kam dann Matys ins Spiel, der den Ball mit dem Fuß abfälschte, ihm so eine völlig neue Richtung und dem chancenlosen Schmitt das Nachsehen gab (71.).
Die Fernwälder versuchten danach noch einmal alles, konnten sich aber keine zwingende Chance mehr erarbeiten. So bleibt für den FSV nach der 0:1-Niederlage die Erkenntnis, dass er gegen eine hochgehandelte Mannschaft keineswegs die schlechtere, sondern die unglücklichere Mannschaft war.
FSV Fernwald: Schmitt – Schlecht, Schadeberg, Bodnar, Gouri (9. Sofinski) – Julian Simon, Golafra, Ehser, Buss (76. Völk), Solak – Durur (61. Marankoz).
KSV Baunatal: Grützner – Käthner, Hanske, Wolf, Borgardt – Schmeer (81. Ciba), Markolf, Nebe, D Agostino, Matys (85. Leipold) – Tanjic (46. Donougher).
Im Stenogramm: Schiedsrichter: Velten (Schöffengrund). – Zuschauer: 200. – Tor: Matys (71.). – Gelbe Karten: Solak (74.), Marankoz (89.) – Wolf (30.), Donougher (58.), Schmeer (65.), Leipold (90.).
10.10.2011 | Gießener Anzeiger | jg
Unglückliche Niederlage gegen den Aufstiegsanwärter
FSV Fernwald bietet KSV Baunatal Paroli - Spitzenspiel mit hohem Unterhaltungswert
Von Rolf Birkhölzer FERNWALD. Das Spitzenspiel zwischen dem Zweiten der Fußball-Hessenliga FSV Fernwald und dem Dritten KSV Baunatal war ein Duell auf Augenhöhe, das die Gäste etwas glücklich, aber dank ihrer größeren Cleverness und Treffsicherheit nicht unverdient 1:0 (0:0) gewannen. Damit rückt der KSV auf den zweiten Tabellenplatz vor und kommt dem erklärten Ziel, Aufstieg in die Regionalliga, immerhin etwas näher.
„Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, wir hätten einen Punkt verdient gehabt, aber heute hat uns etwas das Glück gefehlt, das wir zuletzt hatten“, sah FSV-Trainer Daniyel Bulut nachher keinen Grund zur Niedergeschlagenheit.
Erdinc Solak macht sich auf die Socken, während der Baunataler Stefan Markolf die Verfolgung aufnimmt. Foto: Schepp
Seine junge Mannschaft hatte auch gegen die Nordhessen, die mit dem besten Angriff der Liga angereist waren, bewiesen, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Die Gastgeber lieferten sich mit den Nebe, Schmeer, Tanjic und Kollegen einen offenen Schlagabtausch auf fußballerisch höherem Niveau. „Es war sehr ärgerlich, dass wir die zwei hundertprozentigen Torchancen nicht genutzt haben, die muss man machen“, sah auch Bulut in der mangelnden Chancenverwertung den entscheidenden Unterschied zwischen dem Überraschungsteam der Liga und dem Meisterschaftsaspiranten.
Während Sven Ehsers Kopfball (15.) aus kurzer Distanz nach einer Ecke von Julian Buss noch auf der Torlinie abgewehrt wurde, und Hüseyin Durur (26.) bei einer Flanke von Erdinc Solak freistehend vor dem Tor den Ball mit dem Kopf nicht richtig traf, nutzte Jaroslaw Matys seine Chance in der 71. Minute zum entscheidenden Treffer.
Am Ende einer Kurzpasskombination mit Christian Käthner und Sebastian Schmeer stand der Baunataler goldrichtig, um das Leder unhaltbar für Sven Schmitt aus kurzer Distanz ins Netz zu setzen. „Das Tor ist etwas glücklich gefallen“, räumte Spielertrainer Tobias Nebe ein, der schon früh Verletzungen seiner beiden Spitzen Schmeer und Tanjic zu beklagen hatte.
Während die Gastgeber im ersten Durchgang zwar dominierten, die Gästeoffensivabteilung gut im Griff hatten, es aber nicht schafften, den finalen Pass in den gegnerischen Strafraum zu platzieren und somit nur durch den ungenauen Schuss von Durur Torgefährlichkeit andeuteten, kam Fernwalds Keeper Schmitt nur beim sehenswerten Rückzieher von Mirco Tanjic (35.), den er toll parierte, in Bedrängnis.
Das sollte sich im zweiten Durchgang etwas ändern, denn nun übernahmen die Gäste energischer die Initiative und kamen auch zu klareren Tormöglichkeiten. So vergab Matys gleich zweimal die Führung, als er erst frei vor Schmitt den Ball am langen Pfosten vorbei setzte (47.) und fünf Minuten später eine Flanke von Christian Käthner aussichtsreich per Kopf nicht richtig traf. Doch auch Fernwald hatte seine Möglichkeiten, um sich für die gute Vorstellung zu belohnen. So verfehlte Dururs Kopfball (53.) das KSV-Tor und bei der sehenswerten, von Buss eingeleitete Kombination, stand Marankoz (70.) knapp im Abseits. Und im Gegenzug gelang Baunatal das Tor des Tages. Insgesamt ein Spitzenspiel mit viel Unterhaltungswert, das mehr als die knapp 200 Zuschauer verdient gehabt hätte.
FSV Fernwald: Schmitt - Schlecht, Bodnar, Schadeberg, Golafra - Buss (76. Völk), Solak, Gouri (9. Sofinski), Simon - Ehser, Durur (62. Marankoz).
KSV Baunatal: Grützner - Borgardt, Wolf, Käthner, Hanske - Markolf, Matys (85. Leipold), Nebe, D`Agostino - Tanjic (46. Donougher), Schmeer (82. Ciba).
Tor: 0:1 (71.) Matys. - Schiedsrichter: Velten (Schöffengrund). - Gelbe Karten: Marankoz,/ Schmeer, Leipold, Donougher. - Zuschauer: 200.
