Samstag | 03.12.2011 | 14:00 Uhr
FSV - Kickers Offenbach U23 1:1

04.12.2011 | jg
FSV holt im letzten Heimspiel des Jahres
einen Punkt gegen die U23 der Kickers
An diesem Samstag wurde auf dem Steinbacher Sportplatz um 14:00 das letzte Spiel des FSV in 2011 angepfiffen. Dann gastierte die zweite Mannschaft der Offenbacher Kickers bei uns, die vor dem Anpfiff in der Tabelle aktuell vier Plätze hinter unserem Verein rangieren. Beide Mannschaften konnten eine recht ausgeglichene Bilanz vorweisen. Aus bisher sieben Aufeinandertreffen standen zwei Siege, zwei Unentschieden und drei Niederlagen zu Buche. Unsere Elf war natürlich bestrebt die Serie von zuletzt zwei Siegen in Folge weiter auszubauen. Die Gäste hingegen konnten in den vorangegangenen drei Begenungen nur zwei Punkte holen. Dementsprechend stand am Ende ein leistungsgerechtes 1:1-Unentschieden mit Toren von Odabas in der 53. und Solak in der 71. Minute.
05.12.2011 |Gießener Allgemeine | jg
Solak rettet dem FSV Fernwald den verdienten Punkt
(rsc) »Daniyel Bulut hat den FSV stabilisiert und ganz weit im vorderen Mittelfeld etabliert. Und das auf Dauer, alle Achtung!« Nach dem gerechten 1:1 (0:0)-Unentschieden im Fußball-Hessenligaspiel
des FSV Fernwald gegen die zweite Garnitur der Offenbacher Kickers zollte ihr eloquenter Trainer Günter Stiebig seinem Kollegen größten Respekt.
Keinesfalls zufrieden gab er sich jedoch mit dem Spielergebnis: »Wir wollten gewinnen, unbedingt.« Deshalb hatte er den nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag von Fernwalds Trainer vor dem Spiel, sich doch auf ein Unentschieden zu einigen, entschieden zurückgewiesen.
IN DER ROLLE DES ZUSCHAUERS ist der Offenbacher Daniel Henrich (l.), der beobachtet, wie Fernwalds Torschütze Erdinc Solac beim 1:1 den Ball annimmt. (Foto: Friedrich)
Wegen des Dauerregens wurde auf dem Kunstrasenfeld gespielt. Und darauf offenbarten beide Mannschaften erstaunliche Probleme. Zumal sie das hohe und halbhohe Spiel präferierten und mit den
aufspringenden Bälle nicht umzugehen wussten. Die 150 Zuschauer sahen so eine sehr zerfahrenes Partie. Sehr kompakt standen die Abwehrreihen. Die Gäste wollten sich so ob leidvoller Erfahrungen vor
erfolgreichen Kontern absichern. Die heimische Elf versuchte, die Offenbacher mit gelegentlichen Diagonalpässen zu knacken, doch scheiterte dies an der fehlenden Präzision und der schwachen
Ballannahme. Die Außen strahlten keine Gefahr aus, und hinzu kam ein völlig verspielter Erdinc Solac, der seine Mitspieler fast völlig ausgeblendet hatte. Auf der anderen Seite agierte der OFC
lediglich mit einer Sturmspitze, dem agilen Suat Türker, und vernachlässigte völlig seine Außen. So trieb der ersehnte Pausenpfiff die Zuschauer sehnsuchtsvoll zu einem heißen Getränk.
Wie verwandelt präsentierte sich die FSV-Mannschaft nach dem Kabinengang. Jetzt wurden die Bälle flach gehalten, und die Partie war zumindest anfänglich nicht nur ansehnlich, sondern auch hörbar. Die
Spieler redeten nun ständig lautstark miteinander, was in Halbzeit eins nicht der Fall gewesen war. Und auf einmal war ein richtiger Spielfluss zu erkennen. Fernwald dominierte das Geschehen, während
die Kickers lediglich auf Torsicherung bedacht waren. Knapp zehn Minuten lang lief das so, bis in der 53. Minute Offenbachs Türker sich an der FSV-Torauslinie durchsetzte, gekonnt zurückpasste und
Baris Odabas aus sechs Metern abziehen konnte. Der abgefälschte Ball zappelte unhaltbar im Netz und stellte das Spielgeschehen auf den Kopf. Die Fernwälder ließen sich durch diesen Gegentreffer aus
heiterem Himmel jedoch nicht irritieren, dominierten weiterhin und wurden eine gute Viertel Stunde später auch belohnt. In der 71. Minute gelangte der Ball im Offenbacher Strafraum irgendwie vor die
Füße von Spielführer Dominik Völk, der ihn zu Solak passte, der zwei Spieler austanzte und danach abzog. Offenbachs Torhüter Maurice Paul streckte sich vergeblich, der flache Ball schlug im langen
Eck zum verdienten Ausgleich ein. Der OFC besann sich daraufhin, sein Spiel mehr auf die Außen zu verlagern. Die Kickers kamen immer wieder über die linke Seite und waren durch ihre Flanken und
Vorlagen brandgefährlich. Doch mit Mann und Maus retteten die Hausherren all diese brenzligen Situationen. Auch wenn sich beiden Seiten noch Möglichkeiten zum Siegtreffer in den letzten Spielminuten
eröffneten, blieb es letztlich bei dem gerechten Unentschieden, durch das Fernwald auf Tabellenplatz fünf vorgerückt ist. »Die Jugens haben super gekämpft. Ich bin mit dem 1:1 zufrieden«, bilanzierte
Bulut.
FSV Fernwald: Schmitt; Gouri, Bodnar, Schadeberg, Schlecht, Simon, Völk, Golafra, Sofinski (ab 78. Buyks), Solak, Durur (ab 55. Marankoz).
Kickers Offenbach II: Paul; Alan, Stadel, Maier, Hörst, Sommer, Henrich, Odabas, Sachs (ab 75. Topic), Fliess, Türker (ab 75. Findic).
Im Stenogramm: Schiedsrichter: Orschulok (Baunatal). – Zuschauer: 150. – Tore: 0:1 (53.) Odabas, 1:1 (71.) Solak. – Gelbe Karten: Schadeberg - Stadel.
05.12.2011 | Gießener Anzeiger | jg
Unentschieden spiegelt Kräfteverhältnisse exakt wider
Rutschiger Kunstrasen lässt kein gutes Spiel zu - Erdinc Solak rettet einen Punkt für FSV
Von Thomas Suer FERNWALD-STEINBACH. Ein Ex-Profi hatte am Samstagnachmittag maßgeblichen Anteil daran, dass sich Hessenligist FSV Fernwald in seinem letzten Heimspiel im Jahr 2011 mit einem
Teilerfolg begnügen musste. Angreifer Suat Türker, der während seiner Zweitliga-Karriere in 101 Partien immerhin 38 Treffer erzielen konnte, legte in einem seiner wenigen lichten Momente das
Führungstor für die Gäste vor. Erdinc Solak korrigierte das Ergebnis zwar auf 1:1, mehr war für den FSV danach allerdings nicht drin.
Schlussendlich war es ein leistungsgerechtes Unentschieden, denn für einen dreifachen Punktgewinn reichten die Argumente hüben wie drüben schlicht und ergreifend nicht aus. Damit gelang Fernwald auch
nicht die Revanche für die 0:3-Hinspielniederlage. Interessanter als die Anfangsphase der 90 Minuten erwies sich vorab die Änderung in der Startformation Buluts, der sich kurzfristig dazu entschloss,
den angeschlagenen Ahmet Marankoz zunächst draußen zu lassen und im Verlauf der zweiten Halbzeit als Joker für Hüseyin Durur zu bringen.
Erdinc Solak (links), der hier aus der Distanz abzieht, sichert mit seinem Treffer zum 1:1 einen Punkt für den FSV Fernwald. Foto: Schepp
Was Marankoz und die 100 Zuschauer bei Dauerregen zu sehen bekamen, war erst einmal fußballerische Magerkost. Zusammenhängende Aktionen waren auf dem engen und durch den Regen schnellen
Kunstrasengeläuf auf beiden Seiten nur selten zu erkennen. Das Spiel wogte ohne Höhepunkte und mit zahlreichen Ballverlusten zwischen den Strafräumen hin und her. Den ersten halbwegs nennenswerten
Aufreger verbuchten die Kickers in der 25. Minute, als die Direktabnahme von Daniel Sachs sich hinter das Gehäuse von Keeper Sven Schmitt senkte.
Nach dieser Szene wurde es bis zum Seitenwechsel etwas kurzweiliger. Drei Minuten darauf bediente Solak in der Mitte Dominik Völk, dessen Schuss das Ziel verfehlte. Anschließend mussten sich erstmals
die Torhüter auszeichnen. Auf Zuspiel von Dennis Schlecht scheiterte Völk an OFC-Schlussmann Maurice Paul (31.), ehe Schmitt den Abschluss von Andre Fliess entschärfte (36.), so dass es mit dem
torlosen Remis in die Kabinen ging.
In der 53. Minute schließlich blitzte ein Hauch der alten Klasse Türkers auf. Auf Höhe der Eckfahne brachte er einen langen Schlag gekonnt unter Kontrolle, düpierte Abwehrmann Christopher Schadeberg
und legte auf die Strafraumkante ab, wo Baris Odabas den Weg zum 1:0 für die Gäste fand. Angesichts der Rückstands nahmen die Platzherren das Heft nun zunehmend in die Hand und kratzten in der 63.
Minute beim Kopfball von Marankoz am Ausgleich, den einige Zeigerumdrehungen darauf Völk mit energischem Einsatz vorbereiten sollte. Etwa 20 Meter vor dem Kasten eroberte er die Kugel zurück,
woraufhin Solak mit einem platzierten Flachschuss ins linke Eck das verdiente 1:1 besorgte (71.). Der FSV blieb zwar auch fortan überlegen, eine wahre Schlussoffensive brannte man jedoch nicht ab. Am
ehesten lag das 2:1 für Buluts Mannen in der 77. Minute in der Luft, als Völk das Spielgerät nach Solaks Eckstoß nicht unter Kontrolle bekam und Schlechts Versuch abgeblockt wurde. Offenbach tauchte
indes noch zweimal vor Torwart Schmitt auf, konnte den Routinier aber nicht ernsthaft auf die Probe stellen.
FSV Fernwald: Schmitt; Schlecht, Schadeberg, Bodnar, Gouri, Golafra, Völk, Sofinski (83. Buycks), Solak, Simon, Durur (56. Marankoz).
Kickers Offenbach II: Paul; Hörst, Stadel, Maier, Alan, Odabas, Henrich, Sachs (82. Findik), Sommer, Fliess, Türker (82. Topic).
Tore: 0:1 Odabas (53.), 1:1 Solak (71.). - Schiedsrichter: Orschuluk (Baunatal). - Gelbe Karten: Schadeberg/Stadel. - Zuschauer: 100.
