Samstag | 05.11.2011 | 14:30 Uhr
FSV - Rot-Weiß Darmstadt 0:2

06.11.2011 | jg
FSV kassiert Heimschlappe
gegen Rot-Weiß Darmstadt
An diesem Samstag empfing unsere Mannschaft Rot-Weiß Darmstadt. Durch zwei Tore in der 42. und 79. Minute holten die Gäste drei Auswärtspunkte. Für den SKV war es schon der dritte Sieg in Folge. In der Tabelle fällt der FSV auf den zehnten Rang und wird sogar von den Rot-Weißen überholt. Darmstadt festigt damit seinen Status als Angstgegner, in den bisherigen einzigen beiden Aufeinandertreffen in der vergangenen Saison sprang nur ein magerer Zähler für unsere Elf heraus.
06.11.2011 | Gießener Allgemeine | jg
FSV Fernwald lässt die Kreativität vermissen
(cso) Das freudetrunkene Gehüpfe im Mittelkreis blieb diesmal dem Gegner vorbehalten. Dabei hätten die Fußballer des FSV Fernwald doch so gerne einen Sieg eingefahren. Nach dem 2:0 (1:0)-Sieg von
Rot-Weiß Darmstadt waren es jedoch die Südhessen, die auf dem Steinbacher Rasen einen hochverdienten »Dreier« zelebrierten.
Die heimischen Hessenliga-Kicker von Trainer Daniyel Bulut schlichen derweil mit hängenden Köpfen vom Platz.
Der FSV-Übungsleiter nahm seine Truppe später trotz eines wenig überzeugenden Auftritts in Schutz. »Man darf nicht vergessen, dass einige Spieler sich noch in ihrem ersten Hessenligajahr befinden.
Manchmal ist es besser, anzufeuern, anstatt draufzuhauen.« Damit versuchte Bulut, vor allem den Zuschauern den Wind aus den Segeln zu nehmen, deren Unmutsbekundungen im Laufe der Partie nicht mehr zu
überhören waren. »Wir haben 26 Punkte. Das ist schon ganz gut. Nur dürfen wir uns das jetzt nicht kaputt machen, was wir uns anfangs erspielt haben«, bilanzierte der FSV-Coach nach dem letzten
Heimspiel der Hinrunde.
HINTERHER GELAUFEN: Diese Bezeichnung traf in vielen Situationen auf die Fußballer des FSV Fernwald zu, die gegen RW Darmstadt oftmals schlecht aussahen. Hier versucht der Steinbacher Julian Buß, RW-Akteur Konstantin Dukas (l.) den Ball abzujagen. (ras)
Vor der Begegnung standen die Vorzeichen für Fernwald gar nicht mal schlecht – zumindest in personeller Hinsicht: Mit Manuel Do Vale Lopez verletzte sich der Torjäger der ohnehin schon
ersatzgeschwächt angereisten Südhessen beim Aufwärmen und musste die Partie von der Bank aus verfolgen. Dem gegenüber stand aufseiten der Gastgeber nur die Nichtberücksichtigung von Stammspieler
Ahmet Marankoz in der Startformation – er hatte aufgrund eines grippalen Infekts die ganze vergangene Woche über nicht trainieren können.
Dennoch waren es die Darmstädter, die dem Spiel von Beginn an ihren Stempel aufdrückten. Die Überlegenheit der Gäste kam vor allem durch zahlreiche Eckbälle zum Ausdruck, bei denen sich die Defensive
der Bulut-Elf nicht unbedingt als sattelfest erwies. So kam schon nach vier Minuten Fabian Walter frei vor Sven Schmitt zum Kopfball, platzierte diesen allerdings direkt in die Arme des
FSV-Schlussmanns. Erneut »Köpfchen« bewies in der Folge Gästeakteur Kevin Jung (19.). Diesmal musste sich Schmitt schon strecken, um einen Rückstand zu verhindern.
Von den Gastgebern war vorne indes nur wenig zu sehen. Den nominell offensivsten Kräften des FSV, Dominik Völk und Sven Ehser, fehlte es an der notwendigen Kreativität. So waren es nur einige
zaghafte Versuche bei Standardsituationen, durch die Fernwald vor das RW-Tor gelangte, dort aber bei Weitem nicht so viel Gefahr ausstrahlte wie die Südhessen. Bezeichnenderweise war es dann ein
Konter, der den gefährlichsten Versuch der Gastgeber in Halbzeit eins einläutete: Der Schuss von Mittelfeldakteur Kevin Buycks fand aber nicht den Weg ins gegnerische Gehäuse.
Das überfällige 1:0 für die Gäste fiel dann nach einem erneuten Eckball für Darmstadt. Der alleine gelassene Patrizio Colucci köpfte die Hereingabe von rechts aus kurzer Distanz in die Maschen (42.).
Nach der Pause brachte Bulut dann Marankoz, der zwar mit einem Schuss aus 22 m (62.) eine gute Aktion hatte, aber dabei ebenso erfolglos blieb wie Dominik Völk acht Minuten später aus der Distanz.
»Bei uns hat einfach der letzte Pass gefehlt. Die Kreativität war nicht da«, versuchte FSV-Akteur Dennis Schlecht, die »verdiente Niederlage« zu begründen. Besiegelt wurde diese nach 79 Minuten durch
ein Traumtor von Christopher Felter. Der agile Mittelfeldspieler der Gäste ließ Sven Schmitt bei seinem Volley-Knaller nach Colucci-Flanke keine Chance.
Bulut, der in der zweiten Hälfte nach einem Disput mit dem Schiedsrichter-Asisstenten hinter die Barriere geschickt wurde, war zwar nicht zufrieden mit der Leistung seines Teams, gab aber nochmals zu
bedenken: »Ich habe nicht gesehen, dass die Mannschaft nicht will.«
FSV Fernwald: Schmitt – Gouri, Bodnar, Schadeberg, Schlecht – Solak, Buß (46. Marankoz), Golafra, Buycks (65. Julian Simon) – Völk, Ehser (80. Sofinski).
Rot-Weiß Darmstadt: Breitwieser – Lohrer, Frisch, Schmelz, Walter – Vogel, El-Issami (66. Kroeh), Felter, Dukas – Jung (80. Reka), Colucci (81. Funk).
Im Stenogramm: Schiedsrichter: Montag (Fulda). – Zuschauer: 190. – Torfolge: 0:1 (42.) Colucci, 0:2 (79.) Felter. – Gelbe Karten: Schlecht (39.), Golafra (82.) / Dukas (75.), Lohrer (76.).
07.11.2011 | Gießener Anzeiger | jg
Im Spiel nach vorne von Fernwald nichts zu sehen
FSV ist Selbstvertrauen abhanden gekommen - Gäste nehmen verdient alle drei Punkte mit
Von Hans-Ulrich Winter FERNWALD-STEINBACH. Die Tabelle lügt nicht. Und diese weist eindeutig aus, dass sich der FSV Fernwald in einem Abwärtstrend befindet und auf einen Schlag von in der
Hessenliga-Rangliste von Rang fünf auf zehn abstürzte. Hauptursache für die anhaltende Negativserie ist die fehlende Offensivqualität, so dass den FSV-Gegnern häufig schon ein Tor genügt, um drei
Punkte mitzunehmen. Technisch beschlagen, abgeklärt und taktisch gut eingestellt nutzte Rot-Weiß Darmstadt die momentanen Schwächen des FSV und gewann verdient mit 2:0 (1:0).
Auch wenn FSV-Trainer Daniyel Bulut immer wieder betont, dass der Höhenflug bis Mitte September, der sein Team bis auf Rang zwei trug, auch mit etwas Glück zu tun hatte, räumte er unumwunden ein,
dass es aktuell im Spielgetriebe seiner Mannschaft knistert und knirscht und „wir jetzt aufpassen müssen, bis zur Winterpause nicht alles kaputtzumachen“.
Fast wie eine Kopie des FSV aus dem ersten Saisonviertel wirkte dagegen der Auftritt der Rot-Weißen. Selbstbewusst gegen stark verunsichert - so lautete die Formel der ersten Halbzeit, in der die
Gäste schon nach drei Minuten hätten in Führung gehen müssen. Fabian Walter kam nach einer Flanke zentral vor dem Tor aus sechs Metern völlig frei zum Kopfball, platzierte die Kugel aber genau in die
Arme von FSV-Torhüter Sven Schmitt, der nach 18 Minuten erneut im Mittelpunkt stand, als er einen Kopfball von Yassine El-Issami aus dem bedrohten Eck fischte.
Der Gastgeber hatte nach vorne kaum etwas anzubieten, das Aufbauspiel war zu ungenau und die meisten Angriffe endeten schon kurz hinter der Mittellinie. RW-Keeper Thorsten Breitwieser musste nur
einmal eingreifen, als er in der 24. Minute einen Distanzschuss von Kevin Buycks über die Latte lenkte, bei der einzigen weiteren guten Offensivszene des FSV (37.), als Dominik Völks flache
Hereingabe aber keinen Abnehmer fand, musste er nicht eingreifen. Die verdiente Halbzeitführung für die Gäste fiel in der 42. Minute, als Patrizio Colucci nach einem der vielen Eckbälle für Rot-Weiß
freistehend per Kopf traf.
Nach dem Wechsel setzte Bulut gezwungenermaßen personell auf mehr Offensive, brachte den unter der Woche grippegeschwächten Ahmet Marankoz für Julian Buß. Das Spiel verlagerte sich tatsächlich mehr
in die Darmstädter Hälfte, gefährlicher wurden die FSV-Aktionen aber dadurch nicht. Der Rot-Weiß-Strafraum blieb bis auf wenige Ausnahmen Tabuzone, der Gast präsentierte sich weiter abgeklärt,
zweikampfstark und wartete geduldig auf Konterchancen. Eine davon nutzte in der 79. Minute Christopher Felter, der eine weite Flanke von Colucci am langen Pfosten volley zum 2:0 abschloss. Beim
einzigen wirklichen Aufreger vor dem Darmstädter Tor entschied der Schiedsrichter in der 84. Minute wohl zurecht auf Weiterspielen, als Völks Kopfball auf der Torlinie tanzte.
FSV Fernwald: Schmitt; Gouri, Bodnar, Schadeberg, Schlecht, Völk, Golafra, Buß (46. Marankoz), Buycks (65. J. Simon), Ehser (84. Sofinski), Solak.
Rot-Weiß Darmstadt: Breitwieser; Vogel, Lohrer, Frisch, El-Issami (65. Kröh), Felter, Schulz, Jung (82. Reka), Walter. Dukas, Colucci (80. Funk).
Tore: 0:1 Colucci (42.), 0:2 Felter (79.) - Schiedsrichter: Montag (Fulda) - Gelbe Karten: Schadeberg, Golafra - Zuschauer: 190
