Samstag | 26.11.2011 | 14:30 Uhr

SpVgg Hadamar - FSV Fernwald 0:1

26.11.2011 | jg

FSV 1926 erneut erfolgreich:

0:1-Auswärtssieg in Hadamar

Nachdem die Niederlagenserie mit dem 2:1-Heimsieg gegen Lohfelden am vergangenen Wochenende gebrochen wurde, reiste unsere Mannschaft an diesem Samstag erstmals zum Hessenliga-Aufsteiger nach Hadamar. Im bisher einzigen Aufeinandertreffen am zweiten Spieltag dieser Saison war unsere Elf in Steinbach mit 2:0 siegreich. Die Spielvereinigung konnte auch im Rückspiel kein Tor gegen unseren Verein erzielen. Diesmal endete die Partie 0:1, das Tor des Tages schoss FSV-Spielführer Dominik Völk in der 65. Minute. Die Mannschaft klettert mit nun 32 Zählern auf den sechsten Rang der Hessenliga-Tabelle, punktgleich Wehen-Wiesbaden und Aschaffenburg auf den Plätzen vier und fünf.

28.11.2011 | Gießener Allgemeine | jg

FSV setzt sich in Hadamar durch

(se) Der FSV Fernwald hat in der Fußball-Hessenliga wieder an Fahrt aufgenommen. Eine Woche nach dem 2:1 über den FSC Lohfelden setzte sich der Fußballsportverein beim Aufsteiger Spvgg. Hadamar mit 1:0 durch und hat nun wieder einen Bereich der Tabelle erreicht, den man mit einem gewissen Wohlwollen als erweiterte Spitzengruppe bezeichnen kann.


Mit dem zweiten Sieg nach der siebenwöchigen Flaute hat die Mannschaft aber wieder gezeigt, dass sie nicht nur spielen, sondern auch kämpfen kann.

Die Entscheidung: Fernwalds Kapitän Dominik Völk köpft vor Hadamars Torhüter Florian Hammel zum 1:0 für den FSV ein. Kian Golafra und Sven Ehser (v. l.) wollen nicht, die Hadamarer Julien Horner und B Die Entscheidung: Fernwalds Kapitän Dominik Völk köpft vor Hadamars Torhüter Florian Hammel zum 1:0 für den FSV ein. Kian Golafra und Sven Ehser (v. l.) wollen nicht, die Hadamarer Julien Horner und Bakary Sinaba (verdeckt) können nicht mehr eingreifen.

Vor 250 Zuschauern in Hadamar hätte der FSV durchaus höher gewinnen können, doch auch die Gastgeber besaßen ihre Möglichkeiten, scheiterten vor allem in der Schlussphase u. a. an Sven Schmitt im Tor der Fernwälder, der auch in Hadamar seine Klasse unter Beweis stellte. Schütze des entscheidenden Treffers war Dominik Völk, der in der 64. Minute einen Eckball von Erdinc Solak gekonnt einköpfte. »Es geht aufwärts«, freute sich hinterher der Kapitän, der damit nicht nur die Leistung seiner Mannschaft bewertete, sondern auch seine eigene. Nach seiner schweren Erkrankung befindet sich Völk auf dem besten Weg, zu seiner alten Form zurückzukehren. »Durch unsere kämpferische Leistung haben wir uns das 1:0 verdient«, ergänzte der Torschütze. Auch wenn der Platz in Hadamar gut zu bespielen war, stand der Kampf zweier laufstarker Mannschaften im Vordergrund. Mit leichten Vorteilen für den FSV, dessen Angreifer Solak und Sven Ehser die gegnerische Hintermannschaft immer wieder vor Probleme stellten. Auch im Mittelfeld hatten die Gäste ein Übergewicht, profitierten aber auch davon, dass Hadamar im Spielaufbau eine Reihe von Fehlpässen produzierte. In der elften Minute hatten die Gastgeber Glück, dass Manuel Groß eine Hereingabe von Solak Richtung eigenes Tor abfälschte, der Ball sprang aber auf die Querlatte. Auf der anderen Seite traf Jan Goller nach einer Hereingabe von Soheil Mansur das Außennetz des FSV-Tores, ehe der FSV noch einmal Gas gab, aber gute Möglichkeiten durch Solak (knapp vorbei/20.), Julian Simon (Torhüter Florian Hammel hielt/31.) und Dominik Völk (Außennetz/34.) nicht nutzen konnte. Das 0:0 zur Pause war für die Gastgeber ein wenig schmeichelhaft.

Nach dem Wechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten, wobei Ehser aufseiten des FSV und der Hadamarer Goller im Abschluss kein Glück hatten. In der 64. Minute fiel dann der Führungstreffer durch Völk, der beim Solak-Eckball Hadamars Torhüter Florian Hammel übersprang und den Ball problemlos einköpfte. Die Hausherren antworteten mit heftigen Angriffen, doch Goller (66.) zog allein vor Schmitt den Ball am langen Pfosten vorbei. In der 75. Minute schien der Ausgleich fällig, doch Alves scheiterte am glänzend reagierenden FSV-Schlussmann, der dann auch noch den Nachschuss von Mansur abwehrte. Zwei Minuten später köpfte der Hadamarer Bakary Sinaba einen Flanke des eingewechselten Waldemar Kling an den Pfosten. In der 79. Minute hatte Sven Ehser die Abwehr der Hausherren überlaufen, seine Hereingabe schob der mitgelaufene Michel Sofinski aus fünf Metern am langen Pfosten vorbei. Bei dieser Aktion verletzte sich Ehser an der Schulter und musste später ausgewechselt werden. Ein zweiter Treffer in dieser Phase hätte dem Nervenkostüm der zahlreichen FSV-Anhänger sicherlich gutgetan, denn in der Nachspielzeit machten die Hausherren noch einmal mächtig Druck, doch die Fernwälder Abwehrspieler Kais Gouri (klärte gegen Kling/91.) sowie Daniel Erben/Christopher Schadeber, die einen mächtigen Kopfball von Sinabe mit dem Gesicht abwehrten, verhinderten den möglichen Ausgleich.

»Daniel Völk hat uns zweimal erlegt«, erinnerte Hadamars Trainer Heiko Weidenfeller nach dem Spiel daran, dass alle Treffer Fernwälder Tore in dieser Saison gegen seine Mannschaft auf das Konto des FSV-Kapitäns gingen. Bei aller Freude über den Erfolg fiel die Analyse von Daniel Bulut betont sachlich aus: »Esd war in der ersten Halbzeit ein typisches 0:0-Spiel. Ein schönes Tor von Dominik Völk führte zum 1:0, wobei man darüber diskutieren kann, ob es ein Torwartfehler war. Danach haben wir uns ein bisschen zu sehr fallen lassen und in der Nachspielzeit großes Glück gehabt. Jetzt können wir mit viel Selbstvertrauen in die letzten beide Spiele vor der Winterpause gehen.«

Spvgg. Hadamar: Hammel – Michel Groß, Manuel Groß, Schwarz, Kuczok – Horner, Alves (ab 92. Heep) – Mansur (ab 75. Kling), Goller, Kretschmer (ab 70. Kröner) – Sinabe.

FSV Fernwald: Schmitt – Erben, Schadeberg, Bodnar, Gouri – Sofinski (ab 92. Schlecht), Golafra, Völk, Julian Simon – Ehser (ab 83. Durur), Solak (ab 72. Marankoz).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Wahl (Laufdorf). – Zuschauer: 250. – Tor: 0:1 (64.) Völk. – Gelbe Karten: Alves (36.) – Ehser (60.).

28.11.2011 | Gießener Anzeiger | jg

Völks Tor der kleine Unterschied
Fernwald feiert glücklichen, dennoch nicht ganz unverdienten Sieg - FSV-Spielführer Albtraum für Hadamar

HADAMAR (di). Dominik Völk, immer wieder Dominik Völk. Nach seinen beiden Treffern beim 2:0-Hinspielerfolg erzielte der Mittelfeldspieler nun auch im Rückspiel den 1:0-Siegtreffer des Fußball-Hessenligisten FSV Fernwald im Gastspiel bei der Spvgg Hadamar. Völk entpuppt sich somit als Albtraum des Aufsteigers. Dem sehenswerten Kopfballtreffer vorausgegangen war eine gut getimte Ecke von Erdinc Solak. Der zweite Sieg im zweiten Rückrundenspiel ließ die Schützlinge von Trainer Daniyel Bulut in der Tabelle vom achten auf den sechsten Rang klettern. 32 Punkte, davon deren sechs gegen die Spvgg Hadamar, stehen für den FSV nunmehr zu Buche.

Wer keine Tore schießt und zugleich keinen Treffer zulässt, der hat im Fußball zumindest ein torloses Remis erzielt und somit einen Punkt gewonnen. Der FSV Fernwald machte es in Hadamar noch einen Tick besser. Ein Tor genügte zum neunten Dreier und dem vierten Auswärtssieg. Die Westerwälder konnten zu keinem Zeitpunkt der fairen Partie an ihre Galavorstellung von Eschborn anknüpfen, die mit einem 2:1-Triumph geendet hatte. Der Neuling konnte seine Ladehemmung während der gesamten Spielzeit nicht abzulegen.

Und in der Defensive leistete sich das Team um Kapitän Julien Horner einen entscheidenden Patzer. Beim „Tor des Tages“ unterlief Hadamars jungen Torhüter Florian Hammel ein kapitaler Schnitzer.

Im entscheidenden Augenblick irrte der Keeper wie ein „Dornenvogel“ durch den eigenen Strafraum. „Der Tormann hat Leo gerufen, aber der Leo ist nicht gekommen“, ließ Heiko Weidenfeller die Szene noch einmal Revue passieren. „Flo“ Hammel hatte sich des Torhüter-Codewortes bedient, aber bei der Standardsituation den in den Strafraum geeilten Dominik Völk aus dem Blick verloren. Hammel, der als Torhüter bekanntlich im Strafraum bei einer Abwehraktion die Hände zur Hilfe nehmen darf, wurde im Luftkampf von dem Torschützen scheinbar mühelos übersprungen.

So abgedroschen es auch klingen mag: Fernwalds Sieg war glücklich, aber unverdient war er dennoch nicht. Die Truppe von Trainer Daniyel Bulut hatte mit den technisch versierten Stürmern Erdinc Solak und vor allem dem nicht zu stoppenden Wirbelwind Sven Ehser die aktiveren Angreifer. Im Tor gewann Routinier Sven Schmitt das Fernduell gegen sein junges Gegenüber Hammel. Der 35-jährige Tormann-Routnier parierte in der 75. Minute binnen Sekunden die Schüsse von Daniel Alves und Soheil Mansur mit Bravour.

„Wir hatten mitunter kein Glück im Torabschluss“, beklagte Hadamars Kapitän Daniel Alves das fehlende Fortune. In der Tat: Erst hatte der Neuling kein Glück, dann kam auch noch Pech hinzu, als Bakary Sinaba mit einem kraftvollen Kopfball am Pfosten (76.) scheiterte. Die Vorarbeit hatte der Sekunden zuvor eingewechselte Waldemar Kling geleistet. In der Schlussminute blockten Christopher Schadeberg und Daniel Erben im Teamwork einen weiteren Kopfball des Stürmers aus Mali ab.

Die klarste der wenigen Einschussmöglichkeiten auf beiden Seiten ließ sich freilich auf der Gegenseite Michael Sofinski entgehen. Fast auf der Torlinie stehend brachte der Mittelfeldspieler das Kunststück fertig, zu Beginn der Schlussphase (79.) das Spielgerät nach mustergültiger Vorarbeit von Ehser nicht zum 2:0 ins Tornetz zu bugsieren.

„Das Ding muss er eigentlich machen. Wir hätten uns in der Folge leichter getan“, konnte sich Bulut eine Kritik an der Nachlässigkeit seines Spielers nicht verkneifen. „Aber vielleicht wollte Sofinski das Tor auch nicht machen. Vor dem Anpfiff hatten wir uns nämlich mannschaftsintern auf einen 1:0-Sieg geeinigt“, hatte Bulut schnell wieder zu seiner guten Laune zurück gefunden. Seinem Kollegen Heiko Weidenfeller war indessen am späten Nachmittag des Vortages zum Ersten Advent nicht zum Lachen zu Mute.

Spvgg Hadamar: Hammel - Michel Groß, Manuel Groß, Schwarz, Kuczok - Alves (90. +1 Heep) Horner - Kretschmer (70. Kröner), Mansur (76. Kling) - Goller, Sinaba.

FSV Fernwald: Schmitt - Erben, Bodnar, Schadeberg, Gouri - Golafra, Völk, Sofinski (90. +2), Simon - Solak (72. Marankoz), Ehser (83. Durur).

Tor: 0:1 Völk (64.). - Schiedsrichter: Wahl (Laufdorf) - Gelbe Karten: Alves/Erben - Zuschauer: 225.